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Geraer Stadtwald

Erholungswald „Geraer Stadtwald” – Heimat und Schutzraum für Natur und Mensch

Der Geraer Stadtwald ist seit langem schon Heimat für eine außergewöhnliche Vielfalt an Flora und Fauna – und damit Rückzugsort für tausende Menschen aus Gera und Umgebung.  Als offiziell anerkannter Erholungswald könnte dieser Naturraum dauerhaft besser geschützt, naturnah gepflegt und für kommende Generationen gesichert werden. 

Mit Deiner Unterstützung wird sichtbar, wie vielen Menschen dieser besondere Ort am Herzen liegt.

Die „grüne Lunge“ Geras

Der „Geraer Stadtwald“ rund um Ernsee ist die „grüne Lunge“ Geras – ein rund 1570 Hektar großes Waldgebiet westlich des Elstertals, das sich bogenförmig von Untermhaus über Ernsee bis hin zu den Ortschaften Frankenthal, Rubitz, Thieschitz, Milbitz, Mühlsdorf und Töppeln erstreckt. Mit beeindruckenden Ausblicken, artenreicher Flora und Fauna sowie einem dichten Netz an Wegen ist er barrierefreier Rückzugsort, Bewegungsraum und Naturerlebnis für alle Menschen aus Stadt und Umland – zu jeder Jahreszeit.

Besonderheiten

Was macht den „Geraer Stadtwald“ so besonders?

Der „Geraer Stadtwald“ ist ein großflächiger Erholungsraum und heimliche Schatztruhe der Geraer, der eine besondere Rolle für Lebensqualität und Gesundheit spielt. Zwischen den umliegenden Ortschaften und der Stadt gelegen, öffnet sich ein etwa 1570 Hektar großes Waldgebiet mit abwechslungsreicher Topographie, weiten Blicken in die Kulturlandschaft und einem vielschichtigen Mosaik aus Wald-, Wiesen- und Saumstrukturen.

Er erstreckt sich als großer, zusammenhängender Waldriegel westlich des Stadtgebiets von Gera oberhalb des Elstertals und umfasst vor allem die bewaldeten Hänge und Hochflächen jenseits des Elsterufers und zieht sich bogenförmig von den Bereichen um Gera‑Untermhaus über Ernsee, Hainberg und Weinberg bis in den Nordwesten mit den Ortschaften Frankenthal, Rubitz, Thieschitz, Milbitz und Töppeln.

Sanft geschwungene Höhen, plateauförmige Lagen und lichte Partien wechseln sich mit dichteren Beständen ab und schaffen eine Atmosphäre, in der man sich schnell aufgehoben fühlt. Ein dichtes Netz markierter Wege lädt zum Spazierengehen, Wandern, Joggen, Radfahren oder Reiten ein und macht den Wald zu einem leicht zugänglichen Alltagsbegleiter – ob für die kurze Runde nach der Arbeit oder den ausgedehnten Wochenendausflug. Von verschiedenen Punkten aus eröffnen sich eindrucksvolle Ausblicke in die umgebende Kulturlandschaft, die den Erholungswert des Gebietes zu jeder Jahreszeit spürbar machen.

Besonders eindrücklich ist die Vielfalt von Flora und Fauna: Der Stadtwald beherbergt u.a. sehr alte Baumindividuen wie Eichen, Bergahorn, Ulmen und Buchen in beeindruckender Größe, strukturreiche Waldränder, Lichtungen und Quellteiche bieten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Insekten, Kleinsäuger und eine abwechslungsreiche Boden- und Krautvegetation.

Die unterschiedlichen Waldgesellschaften, Blühpflanzen am Wegesrand und naturnah entwickelte Bereiche machen den Stadtwald zu einem Rückzugsraum für Arten, die kaum noch geeignete Lebensräume finden. Für Besucher entsteht so bei jedem Spaziergang die Chance, Natur in ihrer lebendigen, artenreichen Ausprägung unmittelbar zu erleben – vom Vogelgesang in den Morgenstunden bis zu stillen, moosbedeckten Bereichen im Halbschatten des Waldes.

Der Stadtwald ist von dicht besiedelten Wohngebieten umgeben und für viele tausend Menschen zu Fuß oder in wenigen Minuten erreichbar. Er ist damit kein abgelegener Forst, sondern ein lebendiger Sozialraum, in dem sich Nachbarn, Familien und Gäste der Region begegnen. Als klimatisch begünstigter Bereich sorgt er für frische, kühlere Luft, lindert sommerliche Hitze und bietet insbesondere Kindern, älteren Menschen und anderen vulnerablen Gruppen einen wohltuenden Rückzugsort im Grünen. Die intensive Nutzung durch Spaziergänger, Sporttreibende und Ruhesuchende zeigt, wie selbstverständlich dieser Wald bereits heute Teil des täglichen Lebens vieler Menschen ist.

Gleichzeitig erzählt der Stadtwald eine lange Geschichte: Bereits im 17. Jahrhundert wurden hier erste Spazierwege angelegt, um der Bevölkerung Raum zur Erholung und Entspannung zu geben.

Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt der junge Otto Dix diese Landschaft in seinen Schulzeit-Skizzen fest – so etwa den Blick nach Richtung Norden Richtung Mühlsdorf, der noch heute vom Stadtwald aus erlebbar ist › DIXWEG.
(Verein der Freunde und Förderer der Kunstsammlung Gera / Otto Dix Haus e.V)

Auch als Luftkurort war Ernsee weithin geschätzt, die gesunde Waldluft und das ausgeglichene Klima fanden ihren Ausdruck in einer Luftheilstätte.

Der Wald ist aber nicht nur Erholungsraum, sondern auch Lern- und Erfahrungsort. Einrichtungen wie das Jugendwaldheim Gera‑Ernsee ermöglichen Kindern und Jugendlichen, Natur unmittelbar zu erleben – mit Themen wie Waldökologie, nachhaltiger Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz direkt vor der Haustür. Archäologische Boden- und Naturdenkmale im Gebiet machen die besondere Geschichte und Eigenart dieser Kulturlandschaft sichtbar.

In einer zunehmend verdichteten Stadt-Landschaft bietet der Geraer Stadtwald damit mehr als nur „Grün“: Er ist ein leicht erreichbarer Ort zum Durchatmen, zur Bewegung, zur stillen Einkehr und zum gemeinsamen Naturerleben – ein Stück Natur, das man mit jedem Besuch ein wenig mehr als Teil des eigenen Zuhauses begreift.

Mitmachen

Warum Anerkennung zum Erholungswald?

Der Geraer Stadtwald in seiner Gesamtheit ist ein schützenswerter Ort: Er vereint eine außergewöhnlich reiche Tier‑ und Pflanzenwelt mit einem barrierefreien Raum für Erholung, Gesundheit und Naturerleben direkt vor unserer Haustür. Industrielle Anlagen und vergleichbare technische Vorhaben würden diese Symbiose grundlegend zerstören. Sie bringen Maßnahmen wie großflächige Rodungen, bodenverdichtende Maßnahmen, die Absenkung des Grundwasserspiegels und Straßenbau mit sich. Dadurch werden die Böden geschädigt, Wurzeln verletzt, Wasserreserven gehen verloren, ganze Waldbereiche trocknen aus – Schritt für Schritt verliert der Wald seine Lebensgrundlagen, am Ende stirbt er!

Damit ginge genau das verloren, was den Geraer Stadtwald so besonders macht: als Lebensraum für zahlreiche geschützte Arten und als unverzichtbarer Rückzugsraum für die Bürger und Bürgerinnen Gera`s, der umliegenden Gemeinden und ihrer Gäste. Die Anerkennung des Geraer Stadtwaldes als Erholungswald ist deshalb ein klares und notwendiges Bekenntnis. Sie stellt den Vorrang von Natur, Erholung und Stadtklima gegenüber großtechnischen Projekten heraus und stärkt den Schutz dieses besonderen Waldes. Dieses Anliegen liegt im überragenden öffentlichen Interesse, weil die Anerkennung als Erholungswald zentrale Gemeinwohlziele – Gesundheit, Erholung, Natur- und Klimaschutz – unmittelbar fördert und die Lebensqualität in Gera und Umgebung dauerhaft sichert.

Möchtest Du diesen Schatz auch bewahren? Dann sag hier „JA“!

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Initiative

Wer wir sind

Wir sind eine unabhängige Initiative von natur- und tierverbundenen Bürgern und Bürgerinnen aus Gera und den umliegenden Gemeinden. Uns verbindet die Freude darüber, wie sich Pflanzen- und Tierwelt im Stadtwald in den vergangenen Jahrzehnten positiv entwickelt hat – und die Sorge, wie verletzlich Wälder angesichts von Klimawandel und zunehmendem Nutzungsdruck geworden sind. Deshalb setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass dieser besondere Stadtwald als Erholungswald anerkannt und dauerhaft geschützt wird: als Heimat für Pflanzen und Tiere, als grünes Herz für Gera und als ein Ort, an dem auch kommende Generationen Freiheit, Stille und lebendige Waldnatur erleben können.

Der Geraer Stadtwald ist ein einzigartiges Kleinod – und zugleich ein großer Gewinn für die Stadt Gera. Er stärkt die Lebensqualität aller, die hier und in der Umgebung wohnen, macht Gera als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiver und schafft ein unverwechselbares Profil weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Verbindung aus vielfältiger Natur- und Tierwelt, abwechslungsreicher Topographie, Kunst im öffentlichen Raum und historisch gewachsener Nutzung prägt das Bild Geras als grüne, lebenswerte Stadt. Als künftiger Erholungswald kann der Stadtwald diese Rolle noch stärker übernehmen: als Aushängeschild moderner, naturverbundener Stadtentwicklung und als touristischer Anziehungspunkt, an dem sich Naturerlebnis, Kultur und Erholung auf besondere Weise verbinden – zum klaren Vorteil für alle Bürger und Bürgerinnen Geras, der umliegenden Gemeinden und ihrer Gäste.